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Kreisverband
Chronik des Kreisschützenverbandes Verden
Heemsoth Kurzchronik-KSV Verden
Der Kreisschützenverband Verden e.V. und seine Geschichte.
Aufgearbeitet und geschrieben vom Kreisschriftführer Karl Heemsoth.
Die Wurzeln des heimischen Schützenwesens, für uns interessant der heutige Südkreis Verden, stehen in alter Tradition.
Das Schützenwesen hat über viele Jahrzehnte, durch die Bürgerwehren
ja sogar Jahrhunderte, das kulturelle und gesellschaftliche Leben in unseren Gemeinden und
der Stadt Verden mitbestimmt und geprägt. Schützenvereine mit ihren
Veranstaltungen und Schützenfesten fördern auch heute in Stadt und Land das
Miteinander der Bürger.
Die Geburtsstätten vieler Schützenvereine in unserem Land sind wahrscheinlich bei
den Bürgerwehren zu suchen. Auch zum Schutz der Stadt Verden war seinerzeit
eine Bürgerwehr aufgestellt. Der Chronist weis zu berichten, dass im Jahre 1581
von der Stadt Verden eine Schießordnung erlassen wurde und auf Geheiß des
Bürgermeisters ein Scheibenschießen abzuhalten sei, um die Kenntnisse und den Umgang mit
den Waffen, die von der Stadt Verden angeschafft waren, aufzufrischen.
Von den Anfängen bis heute hatte das deutsche Schützenwesen viele Geschehnisse und
Ereignisse zu überstehen. Kriege und wechselnde Regierungsformen haben das
Fundament des Schützenwesens oft beschädigt, aber letztendlich nicht zum Einsturz
gebracht. Sie hinterließen teilweise große Wunden im Vereinsleben. Es mussten zeitweilig
Vereine ihre Existenz und Selbstständigkeit aufgeben, im günstigsten Fall ruhte die
Vereinstätigkeit. Die wechselnde Regierungsform, nach dem II. Weltkrieg, machte sich ganz
besonders in den verlorenen Ostteilen
(ehem. DDR) bemerkbar. Hier wurden sämtliche Schützenvereine in ihrer gewohnten und
bestehenden Form verboten. Die Wiedervereinigung zwischen Ost- und Westdeutschland
am 3. Oktober 1990 zeigt uns, dass wir wieder ein vereintes Deutsches Schützenwesen
besitzen. Die Unruhen im deutschen Schützenwesen machten auch vor dem
Kreisschützenverband Verden nicht halt.
Wird über die zusammenfassende Geschichte des Kreisschützenverbandes Verden berichtet,
ist es notwendig. sich mit zwei Perioden seines Bestehens zu beschäftigen. Die erste Periode
begann am 24. November 1924 mit der Neugründung des Verbandes und endet wie
vielleicht viele andere auch im Jahr 1936 mit der Zwangsauflösung. Denn seit dem
Jahr 1933 fand im deutschen Schützenwesen ein Umwandlung / Umstruktuierung statt.
Dieser musste sich auch der Kreisschützenverband Verden beugen.
Mit der Wiedergründung am 15. April 1956 wurde, die noch heute bestehende,
zweite Verbandsperiode begonnen.
Die Geschichte unserer Schützenvereine läßt sich mit denen des Weserberglandes
(Goslar, Hildesheim oder Hannover) nicht vergleichen, wenngleich der Verdener
Chronist auf eine 600-jährige
Schützengeschichte, aber nicht auf eine reine Vereinsgeschichte, hinweist. Zwei Vereine,
Wittlohe 1836 und Verden 1837 gegründet, können auf ein über 150-jähriges Bestehen
zurück blicken. Einige haben die 125 Jahre und viele die 100 Jahre Vereingeschichtefeiern
können.
Bis 1924 führten die einzelnen Schützenvereine des Altkreises Verden ihr eigenes Vereinsleben,
ohne einem festgefügten Verband anzugehören. Es gab zu der Zeit zwar schon
den "Aller - Weser - Wümme - Schützenverband". Diesem gehörten Schützenvereine
aus dem Altkreis Verden, dem Altkreis Achim, dem Kreis Syke (heute Diepholz)
und der Enklave Braunschweig (Gebiet um Thedinghausen) an. Dieser Verband war ein
großflächiger, aber nur ein relativ loser und
nicht sehr intensiv geführter Zusammenschluß von Schützenvereinen
Diese Tatsache veranlasste den Schützenbruder -Richard Winkel aus Verdeneinen
festgefügten, eigenständigen Schützenverband ins Leben zu rufen. In seinem
Umfeld, dem Altkreis Verden, fand er Schützen sowie Vereine mit gleicher Gesinnung.
In der Heimatzeitung, den "Verdener Neuen Nachrichten", Nr.180 vom 29. Juli 1924
wird über eine erste Zusammenkunft interessierter Schützenvereine, die, die
Gründung eines Kreisschützenverbandes zum Ziel hatte, berichtet.
Der Zeitungsbericht: Unter dem Vorsitz des Hotelbesitzers Friedrich Schötteldreyer
fand gestern in unserer Stadt eine Besprechung statt, die die Gründung eines Kreis- und
Schützenverbandes zum Ziele hatte. Der Vorsitzende stellte mit Befriedigung fest,
daß die Kreisorganisation eine Notwendigkeit sei, das beweise der stattliche Besuch der
Versammlung; es waren eine ganze Reihe von Orten aus dem Kreis vertreten.
Ein lebhafter Gedankenaustausch setzte ein, der in großen Zügen bereits
erkennen ließ, welche Vorteile eine festgefügte Kreisorganisation den Schützen bietet.
Herr Schöttelmeyer weißt in besonderem Nachdruck darauf hin, daß die hohe
vaterländische Bedeutung des Schießsportes in einer Zeit,wo die jungen Leute nicht mehr
durch die Schule der Armee gehen, in edlem Wettstreit der einzelnen Kreisvereine besser
gehegt und gepflegt werden könnte. Uhrmacher Richard Winkel betonte, daß auch der
Geist der Kameradschaft in einer Kreisorganisation einegute Pflegestätte finden würde.
Alle Verdener Herren ließen durchblicken, daß es nicht ihre Absicht sei, den
Schwerpunkt des Kreis-Schützenverbandes nach Verden zu legen, es liege ihnen am
Herzen, den Schießsport und den deutschen Schützengeist in eine
Kreisorganisation zu heben nach dem Motto: Eins nach draußen,
festgefügt, im Innern vielgestaltig, jeder Verein nach seiner Art. Die etwa
zweistündige Aussprache hatte das Ergebnis, daß unter Herrn
Winkel als Obmann eine Kreisorganisation von neun Herren gewählt wurde, die sogleich
mit der Vorbereitung der Satzung beginnen wird. Des weiteren haben die Herren übernommen,
die noch nicht in der Versammlung vertretenen Vereine für den großen und schönen
Gedanken des Kreis-Schützenverbandes zu begeistern und zu gewinnen. Alljährlich
wird dann in verschiedenen Orten des Kreises ein Wettstreit um die besten
Schützenleistungen stattfinden. Die feierliche Gründung des neuenSchützenverbandes wird
am 24. August d.J. erfolgen.
Am 24. November 1924 (so die Überlieferungen) wurde dann der heutige
Kreisschützenverband Verden, mit vorerst zwölf angeschlossenen Vereinen, gegründet.
Im Laufe der nächsten
Zeit schlossen sich weitere neun Vereine an. Der Beitrag, der von den Vereinen pro Mitglied
abgeführt werden musste, betrug 20 RPf. Mitdiesen Einnahmen wurden die Kosten für das
Verbandsfest, das nun alljährlich im Juni oder Juli gefeiert wurde
abgedeckt. Diesen nun neu gegründeten Kreisschützenverband Verden
führte der Gründungsinitiator- Richard Winkel-, bis zur Zwangsauflösung im Jahr 1936,
als Vorsitzender. Als dann die Änderung der Regierungsform übers Land
zog und die damit verbundene Neuordnung innerhalb des deutschen Schützenwesens,
diesen in seinem freien Handeln stark einschnürte,
war es auch um den Kreisschützenverband Verden schlecht bestellt. Der Verband wird in
seiner bestehenden Form und Führung aufgelöst und heißt nun"Schützenunterkreis Verden".
Dieser Zwangsgemeinschaft gehören, unter Führung von Friedrich Kruse aus Dauelsen,
nun 40 Vereine an.
Das gewohnte Kreisverbands-Schützenfest gibt es nun nicht mehr, es wird ersetzt
durch das"Unterkreis-Schützenfest". Bei diesen Festen wird kein König mehr,
sondern der "Meister des Unterkreises" ermittelt. Es werden Einzel- und Mannschaftssieger
in verschiedenen Gewehrdisziplinen ausgeschossen.
Dazu werden, währen der ersten Kriegsjahre noch das Opferschießen
"W-H-W" und ein Schießen für das DRK durchgeführt. Danach ruhte dann
auch hier jede Tätigkeit.
Nach dm II. Weltkrieg, als auch der Deutsche Schützenbund wieder gegründet war, gab
der ehemalige Kreisschießsportleiter "Fritz Dreyer aus Hohenaverbergen" den
Anstoß zur Wiedergründung des alten Kreisschützenverbandes Verden.Sein Aufruf
in der Heimatzeitung am 12. April 1956 führte neunzehn Vereine zur
Gründungsversammlung an den Tisch. Vorerst wird hier ein vorläufiger
Vorstand gewählt, dessen Vorsitzender "Wilhelm Vogt aus Dauelsen" wird.
Heftige Diskussionen löste der Vorschlag aus: "Doch die politischen Grenzen des Landkreises
Verden auch als Verbandsgrenze zu nehmen"! Letztendlich einigten sich die Delegierten, die
Verbandsgrenze auf den Altkreis Verden zu beschränken. Diese Abstimmung gegen den
Nordkreis trug dazu bei, dass sich auch bald derKreisschützenverband Achim gründete.Durch
erheben der Hand aller Delegierter wird die Wiedergründung des ehemaligen
Verbandeseinstimmig beschlossen.
Von dem vorläufigen Vorstand wird die erste Delegiertenversammlung am 13. Mai 1956
vorbereitet.
Von zwanzig hier anwesenden Vereinen geben dreizehn eine Beitritts-Erklärung ab. Weil der
Beitritt in den Kreisschützenverband auch heißt, gleichzeitig Beititt in den wiedergegründeten
Landesverband Niedersachsen und den Deutschen Schützenbund, zögerten sieben Vereine
wegen der zusätzlichen Beitragszahlung, vorerst mit ihrem Beitritt.
Zum Vorsitzenden des wieder gegründeten Kreisschützenverbandes Verden wird
"Wilhelm Vogt aus Dauelsen" gewählt. Der Verbandsbeitrag beträgt 0,25 DM pro gemeldetes
Vereinsmitglied. Im Laufe der Zeit ist der Verband von anfangs dreizehn
Vereinen auf sechsunddreißig Vereine
mit ca. 5.400 Mitglieder angewachsen. Im Jahr 1984 wurden fast 6.000 Mitglieder gezählt.
Noch heute steht im Raum, dass für das 6.000 Mitglied eine Schützenjacke vom KSV Verden
beschafft wird. In der Mitgliederstatistik vom 01. Januar 2005 waren nur noch ca.
5.300 Mitglieder registriert. Große Vereine mussten leider einen erheblichen
Mitgliederschwund verzeichnen. Das Regelwerk des neuen Waffenrechtes (WaffRNeuRegG)
vom
16. Oktober 2002 hat dazu beigetragen, dass sich Schützenvereine, wollen sie ihren Sport
Regelkonform weiter betreiben, einem anerkannten übergeordneten Verband (DSB)
anzuschließen haben. So kam es dann, durch Änderungen von Gesetzen, zur Aufnahme
der Vereine Langwedelermoor und Völkersen am 12. Januar 2005 zur Vergrößerung des
KSV Verden. Der KSV Verden ist heute auf 38 Vereine mit ca. 5.800 Mitglieder angewachsen.
Anlässlich des ersten Kreisverbands-Schützenfestes in Verden, dass nun
alljährlich wieder stattfindet, war der Landesverband Niedersachsen durch die
Schützenbrüder Stoll aus Hannover und Pfingsten aus
Wunstorf vertreten. Im schießsportlichen Tagesablauf standen, auch heute noch, die
Mannschafts-Pokalschießen sowie das Königsschießen. Natürlich gehört auch ein
Gewinnschießen
zum Programm. Immer mehr rückt der sportliche Wettkampf mit den Vereins- und
Kreismeisterschaften in den Vordergrund, ohne dabei die Schützentradition
zu verdrängen. Zur bestehenden Männerdomäne,
den Schützen, wird 1958 eine Jugendabteilung und 1964 eine Damenabteilung gegründet.
Zehn Jahre nach Wiedergründung des Verbandes wird im Winterhalbjahr 1966 / 67 der
Rundenwettkampf "Luftgewehr" ins Leben gerufen. Das Angebot der Disziplinen ist bis heute
immer wieder aufgestockt worden. Nicht nur mit Luftdruckwaffen und KK-Gewehren werden
Wettkämpfe ausgetragen, die Schwarzpulverschützen und Bogensportler gehören
heute ebenfallszur großen Schützenfamilie.
Kurios geht es um das Schützenwesen im Landkreis Verden schon zu, es sind
hier mehrere Schützenverbände, sowie Landesverbände beheimatet. Drei Vereine im Norden
des Landkreises gehören zum Kreisschützenverband Osterholz und
somit zum NWDSB. Daran schließt
sich der KSV Achim an, dann folgt der KSV Verden (beide gehören zum NSSV).
Bedingt durch die Gebietsreform im Jahr 1972, wird ein Teil der ehemaligen Enklave
Braunschweig (Gebiet um Thedinghausen) mit Schützenvereinen des Schützenverbandes
Weser-Eyter dem Landkreis Verden zugeordnet, die ebenfalls zum NWDSB gehören.
Im äußersten Süden
erging es dem Schützenverein Hülsen ebenso, der zum KSV Fallingbostel(NSSV) gehört.
Das Jahr 1974 hat für den Kreisschützenverband sicherlich einen besonderen
schießsportlichen Stellenwert. Zum ersten Mal in der Verbandsgeschichte wird ein
heimischer Schütze "Deutscher Meister". Es ist der erst 15-jährige Frank Biese vom
SchV. Walle, der überraschend Deutscher Jugendmeister in der Disziplin Luftpistole
wird. Im Jahr 1979 folgt Evelyn Wehage vom SchV. Bendingbostel als Deutscher
Jugendmeister im KK-liegend Wettkampf. Birgit Meyer vom SchV. Holtebüttel
erreicht 1984 einen3. Platz im Wettkampf LG-Körperbehinderte. Ringgleich mit Platz drei,
beendet Katja Pape vom SchV. Döhlbergen-Rieda als vierte die
Meisterschaft 1986 im LG-Dreistellungskampf.
Sehr erfolgreich in den nächsten Jahren ist Horst Penner vom SchV. Stedorf. Im Jahr 1987
sichert er sich den nationalen Titel mit der KK-Sportpistole. Mit der Luftpistole wird er 1991
und 1993 Vizemeister. Im Jahr 1999 schießt er sich wieder auf den 3. Platz (LP-Senioren)
und im Jahr 2000 wird er wieder Vizemeister LG-Senioren.
Mit zwei dritten Plätzen schloss Sebastian Rohrberg vom SchV.
Dauelsen die deutsche Meisterschaft
1996 in der Disziplin Fita-Halle (Jugend) und Olympic-Feldbogen ab. In der Disziplin Fita
im
Freien wird Olaf Seelig (Dauelsen)1997 deutscher Vizemeister.
In den folgenden Jahren gibt es erneut einen Erfolgsgaranten,
anlässlich der Deutschen Meisterschaften
und darüber hinaus, ist es wieder Sebastian Rohrberg, der Bogensportgeschichte nicht nur
im Kreis Verden schreibt. Im Jahr 1998 wird er Deutscher Meister (Fita im Freien),
1999 Deutscher Meister Fita im Freien (Junioren-A) und in den
Jahren 1999, 2000, 2001, 2002, 2003
(mit neuem Deutschen Rekord, er überbot seine alte Bestmarke von 678 um 5 Zähler)
und 2004 sich sechs mal in Reihe die Titel in der Disziplin Fita-Feld sicherte. Dank seiner
guten Leistungen schloss er das Jahr 2002 noch mit derVizemeisterschaft Fita-Halle ab.
Zudem wurde der Dauelser Dennis Mankowski in der Disziplin Fita-FeldJunioren-B ebenfalls
deutscher Vizemeister 2002. Die erfolgreichste Hallensaison seiner Bogensportkarriere schloss
Rohrberg 2003 mit dem Gewinn des nationalen Titel eines Vizemeisters ab.
Bemerkenswert seine Leistungen, stellte er im Achtelfinale noch den deutschen Rekord mit
179 Ringen von möglichen 180Ringen ein und blieb
nur einen Zähler unter dem Weltrekord.
Im Jahr 2000 gehört Sebastian Rohrberg zum Kader der deutschen Bogner, die zur
Weltmeisterschaft nach Italien fahren. In der Disziplin Feldbogen belegte die Mannschaft
einen erfolgreichen, aber undankbaren vierten Platz. In derEinzeldisziplin schafft Rohrberg
einen 16. Platz.
Anläßlich der Europameisterschaft 2001 in Tschechien kann die deutscheMannschaft
die Bronzemedaille gewinnen, unter ihnen Sebastian Rohrberg. Ein Novum, zum ersten Mal
stehen Deutsche Bogner auf einem Medaillenplatz. In der Einzelwertung war Rohrberg
mit Platz sechs bester deutscher Teilnehmer. Mit seinen guten Ergebnissen kann er sich im Jahr
2002 für die Weltmeisterschaft in Canberra (Australien) qualifizieren.
Riesenjubel innerhalb der deutschen Feldbogen-Mannschaft, zu der auch Sebastian
Rohrberg gehörte, im australischen Canberra anläßlich der Weltmeisterschaft der
Bogenschützen 2002. Mit 57:53 unterlagen die Deutschen nur der schwedischen Mannschaft
und
gewannen die Silbermedaille. Zum Team der Deutschen gehörten weiterhin noch Peter Penner
und Ladislav Voboril. Als Tage darauf dann die Einzelwettkämpfe anstanden, avancierte
Sebastian Rohrberg zum erfolgreichsten deutschen Bogner. Keineswegs
eingeschüchtert vom großen Favoriten Michele Frangaliaus Italien, musste er
sich am Ende nur mit 57:55 Ringen geschlagen geben
und wurde Vize-Weltmeister. Mit 53:52 Ringen wurde sein Vereinskamerad Henning
Lübkemann
immerhin noch Vierter.Obwohl Rohrberg von Hause aus Feldbogenschütze ist, startete er
anlässlich der Weltmeisterschaft 2003 in der Disziplin Fita Halle im französischen Nimes,
nur so aus Spaß ander Freude, für das deutsche Team. Im kleinen Einzel-Finale belegte er den
vierten Platz.
Mit diesem Abschneiden war er mehr als zufrieden, denn noch nie konnte sich ein deutscher
Herren-Bogenschütze bei einer Hallen-WM so weit vorne placieren. Zudem stellte er noch in der
Qualifikation einen persönlichen Rekord mit 591 Ringen von 600 möglichen auf. Das
Aushängeschild
der deutschen Bogner ist zur Zeit immer wieder Sebastian Rohrberg. Seine Lockerheit führte ihn
im französischen Vagny auf den Olymp eines Europameisters in derFeldbogenmeisterschaft
2003.
Mit seinem Slogan "Bogenschießen macht Spaß" konnte er den22 fachen italienischen Routinier
Alvise Bertolini besiegen. Mit einer äußerst umstrittenen Niederlage gegen Frankreich verpasste
das deutsche Team den Einzug ins Finale. Ein abgewiesener Regelverstoß gegen die Franzosen
führte zu der Niederlage. Gegen Slowenien sicherten sich Rohrberg & Co. mit 51:48 Zählern im
kleinen Finale immerhin noch die Bronzemedaille.
Als Ausnahmetalent im deutschen Bogensport alle Jahre wieder an der Spitze,
Sebastian Rohrberg. Im Jahr 2003 ein Triple, in der Disziplin Fita-Halle, Fita-Feld
und Fita im Freien konnte er jeweils Deutscher Meister der Schützenklasse werden.
Kay Schuster bescherte sich in der Altersklasse Fita
im Freien den Titel als Deutscher Vizemeister. Der größte Tag seiner bisherigen Sportlerkarriere
war der Titel eines Weltmeisters, den er im Juli 2004 im kroatischen Plitwitz im
Feldbogenschießen
erringen konnte. Das war auch Grund genug, den Ausnahmeathleten Rohrberg zu einem
Empfang
in das Verdener Rathaus, mit Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Verden, einzuladen.Hier
erklärte
er den "Nichtfachleuten" aus den 36 angetretenen Vereinen des KSV-Verden die Geheimnisse
des Feldbogenschießens.
Im September 2004 war der KSV-Verden zum zweiten Mal Ausrichter derHarz-Heide
Meisterschaft. Austragungsort war die Mehrzweckhalle in Döhlbergen-Rieda, die zu einem
Schützenmekka für etwa 600 Schützenschwestern umgestaltet wurde. Gleich nach Abschluss
der Veranstaltung sprach die Landesdamenleiterin Ursel Marquordt den Organisatoren und
den vielen Helfern ihren Dank für die gelungene Organisation aus. In den einzelnen Disziplinen
belegten
die Kreisverdener Damen in den Mannschafts- und Einzelstarts
einige Podiumsplätze und weitere gute Platzierungen.
Bogensport im Fernsehen; wann gab es das schon einmal? Zum Start derBundesliga-Nord der
Bogner in der Sporthalle der BBS in Dauelsen hatte sich Radio Bremen etwas vorgenommen,
um den Bogensport ins rechte Licht zu setzen. Der Bericht war nicht übermäßig lang, aber fair.
Der Verdener Stadtteilclub schloss den 1. Wettkampf mit Platz drei ab. Mittlerweile ist ihm der
Einzug, durch die sehr guten Leistungen, in das Finale geglückt.
Aus den Reihen unseres Kreisschützenverbandas beteiligten sich Schützen im Vorstand
des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV).Stellv. Landesschriftführer war
von 1971-1975 Alfred Heise vom SchV. Dauelsen. Jochen Post vom SchV. Bendingbostel
gehörte 1977-1979 als stellv. Landesjugendsportleiter zum NSSV-Vorstand.
Die Aufgaben eines Mitgliedes im Ehrenrat wurden Richard Lange (SchV. Verden)
von 1977-1998übertragen.
Hans-Günter Köster vom SchV. Dauelsen wurde von 1981-1991 und von 1999-2000 zum
Referenten für Öffentlichkeitsarbeit gewählt. Das Referat Brauchtumspflege übernahm
Erich Czwalinna (SchV. Verden)von 1984-1996. Vorübergehend von 1993-1994 übertrug
man ihm auch die Öffentlichkeitsarbeit.
Als stellv. Landesjugendsprecherin war Imke Büchtmann (SchV. Otersen)von 1987-1988 im
Amt
und von 2000-2004 Stefanie Jahnke (SchV. Odeweg-Schafwinkel). Ab dem Jahr 2004
übernahm
Stefanie Jahnke das Amt der Jugend - Pressewartin des NSSV.
Zu Ehremitgliedern im NSSV wurden ernannt: Im Jahr 1986 Dieter Dieckhoff, 1998 Erich
Czwalinna,
Hans Günter Kösterund 2002 Hermann Buddendieck.
Die Fäden des KSV-Verden reichten bis in den Deutschen Schützenbund, hier amtierte
Evelyn Wehage (SchV. Bendingbostel) von 1977-1978als stellv. Bundesjugendsprecherin
Als Kreisvorsitzende sind zu benennen:
1924-1936 Richard Winkel SchV. Verden
1956-1966 Wilhelm Vogt SchV. Dauelsen
1966-1982 Dieter Dieckhoff SchV. Dörverden
1982-1986 Helmut Rosebrock SchV. Kirchlinteln
1986-200 Hermann Buddendieck SchV. Barme
2002-heute Hartmut Scharninghausen SchV. Verdenermoor-Kükenmoor
Dem geschäftsführenden Vorstand des Kreisschützenverbandes Verden gehörenheute an:
Hartmut Scharninghausen (Kreisvorsitzender)
Jürgen Eggers (stellv. Kreisvorsitzender)
Ralf Bostelmann (Kreisschatzmeister)
Karl Heemsoth (Kreisschriftführer)
Horst Bösche (Kreisschießsportleiter)
Inge Weiß (Kreisdamenleiterin)
Ulf Cyriacks (Kreisjugendsportleiter)
Leider lässt sich der Weg des Kreisschützenverbandes Verden in der ersten Periode 1924-1936,
wegen fehlender Verbandsunterlagen, nicht genau aufarbeiten und hinterlässt somit manche
Lücke.
Als Chronist blieb mir nurder Einblick in die Zeitungsberichte der damaligen Heimatzeitungen,
die mir freundlicherweise vom Heimatmuseum Verden und der Verdener Aller Zeitung zur
Verfügung
gestellt wurden. Nur so konnte viel Verborgenes wiederentdeckt werden. Auch im Archiv des
Landkreises Verden liegen noch verborgene Schätze über so manch einen Schützenverein.
Ab der Wiedergründung im Jahr 1956 liegen alle Protokolle vor.Zum Abschluss eine Bitte! Wer
hat Relikte, z.B. Bilder, Urkunden, Auszeichnungen oder Berichte über den KSV-Verden
(speziell aus der ersten Periode) in seinem Besitz und würde sie
(wenn auch in Kopie oder Fotographie) dem KSV zur Verfügung stellen,
um seine Geschichte damit zu aktualisieren.
schreibt für Euch Schützen
Karl Heemsoth, Schriftführer Kreisschützenverband Verden e.V.